22. Januar 2026
Neues aus der Finanzwelt
Inhalt
1. Rohstoffe
Nachdem das letzte Jahr im Zeichen der Edelmetalle stand und enorme Steigerungen in diesem Segment zu verzeichnen waren, sollte man in diesem Jahre einen Blick auf die klassischen Industriemetalle werfen. Gerade für Kupfer sind wir sehr zuversichtlich.
Die Energiewende erfordert viel Kupfer, doch die Nachfrage übersteigt mittel- bis langfristig das Angebot. Ein weiteres Problem ist die Förderbarkeit in der richtigen Geschwindigkeit. Neue Minen brauchen von der Exploration bis zur Produktion 10 bis 15 Jahre. Ein weiterer Punkt ist die geografische Verfügbarkeit, die in Zeiten einer De-Globalisierung zum Machtpoker werden kann.
In der Summe glauben wir aufgrund der wachsenden Nachfrage durch E-Mobilität, der Energiewende, dem Netzausbau sowie der Notwendigkeit in der KI-Infrastruktur, dass die Preise im Kupfersektor weiter steigen werden.
Als Investment können wir uns vorstellen:
- Kupfer ETC
- Kupferaktien – ETF
- Rohstoffaktienfonds
Für weitere Info´s bzw. Fragen stehen Ihnen unsere Berater jederzeit zur Verfügung.
2. Allgemeiner Marktkommentar zum 4. Quartal 2025
Allgemeiner Marktkommentar 4. Quartal 2025
Die US-Notenbank senkte im vierten Quartal zweimal ihren Leitzins um jeweils einen viertel Prozentpunkt, was den Aktienmärkten half, wachsende Sorgen um eine mögliche KI-Blase zu verkraften. Unterdessen setzte sich die Rallye der Edelmetalle fort.
Aktienmärkte
Künstliche Intelligenz (KI) war auch im vierten Quartal 2025 das wichtigste Thema an den Aktienmärkten, das für Kursfantasie sorgte. Allerdings nahmen die kritischen Einschätzungen zu, die hohen KI-Investitionen könnten sich nicht amortisieren. Die Quartalsberichte der US-Tech-Konzerne Microsoft, Amazon und Apple wurden mit neuen Rekordkursen für deren Aktien honoriert. Auch die Aktien von Alphabet stiegen auf neue Rekordhöhen. Nvidia konnte seinen Börsenwert Ende Oktober vorübergehend auf über fünf US-Billionen Dollar steigern. Der Dow Jones Industrial Average beendete das Quartal dagegen nur mit einem Anstieg um 3,6 Prozent und das Jahr mit plus 13,0 Prozent bei 48.063 Punkten. Der S&P-500-Index verzeichnet für den Berichtszeitraum ein Plus von 2,3 Prozent, was dem Anstieg des Nasdaq-100-Index im selben Zeitraum entspricht.
Auch die europäischen Aktienmärkte konnten bereits im Oktober neue Rekordhöhen erreichen. Europäische Stahlwerte, die unter den auf 50 Prozent erhöhten US-Importzöllen leiden, profitierten von der Absicht der EU, nun ihrerseits mit Stahleinfuhrquoten den heimischen Markt vor ausländischer Konkurrenz zu schützen. Der Leitindex der Eurozone, der EURO STOXX 50, überwand Anfang des Monats den Widerstand bei 5.500 Zählern und stieg danach erstmals in seiner Geschichte auf über 5.700 Punkte. Der Index beendete das Jahr bei 5.791 Zählern mit einem Anstieg im vierten Quartal um 4,7 Prozent. Der Deutsche Aktienindex DAX schnitt mit einem Anstieg von nur 2,6 Prozent auf 24.490 Punkte schlechter ab, weil die dort hoch gewichtete SAP-Aktie ihren Abwärtstrend bis zum Jahresende fortsetzte. Der größte europäische Software-Hersteller hatte seine Erwartungen an das Cloud-Geschäft reduziert.
Eine Outperformance zeigte im vierten Quartal der japanische Aktienmarkt. Er profitierte von der Wahl Sanae Takaichis zur Chefin der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP). Weil die LDP den Regierungschef stellt, folgte darauf auch der Wechsel an der Spitze der japanischen Regierung. In Erwartung einer wirtschaftsfreundlichen Politik und günstigerer Rahmenbedingungen stiegen japanische Aktien. Dabei profitierte der Markt auch davon, dass sich der japanische Yen gegenüber dem US-Dollar und dem Euro abschwächte, was die japanische Exportwirtschaft begünstigt. Zudem gingen auch in Tokio von den Quartalsberichten überwiegend positive Impulse aus, so von Hitachi und Fujitsu. Der Nikkei-225-Index kletterte erstmals über die Marke von 50.000 Punkten und beendete das Jahr bei 50.339 Zählern, was für das Quartal einen Anstieg um 12,0 Prozent bedeutet.
Anleihemärkte
An den Anleihemärkten überwogen im vierten Quartal leichte Kursverluste. Akute Sorgen um die steigenden Staatsschulden traten dagegen in den Hintergrund. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg im Berichtszeitraum nur um zwei Hundertstel (Basispunkte) und beendete das Jahr bei 4,16 Prozent. Die Marke von 4,20 Prozent erwies sich dabei mehrfach als Unterstützung, bei der die Nachfrage nach Anleihen einen weiteren Anstieg der Rendite verhinderte.
Bei den US-Staatsanleihen mit 30 Jahren Laufzeit zeigten sich dagegen die Sorgen um die langfristige Finanzierbarkeit der US-Schulden in einem Anstieg der Rendite um 11 Basispunkte auf 4,84 Prozent. Die von Donald Trump im Wahlkampf angekündigten Einsparungen im US-Haushalt von mindestens zwei Billionen US-Dollar belaufen sich nach Angaben der dafür gegründeten Behörde Department of Government Efficiency (DOGE) auf nur 214 Mrd. Dollar, also rund 10 Prozent. Diese werden mehr als aufgezehrt durch die von DOGE verursachten Kosten und Steuermindereinnahmen.
Bei Euro-Anleihen setzte sich ab Mitte Oktober der Abwärtstrend der Anleihekurse fort. Die Rendite deutscher Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit stieg im vierten Quartal um 14 Basispunkte auf 2,86 Prozent. Der Bund-Future, der die Kursentwicklung deutscher Bundesanleihen widerspiegelt, sank im Berichtszeitraum um 0,8 Prozent.
Devisenmärkte
An den Devisenmärkten setzte sich die Seitwärtsbewegung des dritten Quartals im Verhältnis des US-Dollars zum Euro auch in den letzten Monaten des Jahres fort. Die US-Zinssenkung im Dezember löste zwar einen Test der Marke 1,18 US-Dollar pro Euro aus, aber trotz des kleiner werdenden Zinsvorsprungs pendelte die US-Währung weiter um 1,17 US-Dollar pro Euro und stand am Jahresende bei 1,174 US-Dollar je Euro. Gegenüber dem japanischen Yen erholte sich der US-Dollar nahezu vollständig von den Kursverlusten der ersten vier Monate des Jahres 2025.
Bei Kryptowerten herrschte nach phasenweiser Euphorie Anfang und Mitte des Jahres im vierten Quartal Ernüchterung. Der Bitcoin und andere Digitalwährungen gerieten vor allem im November unter Druck. Das vierte Quartal beendete der Bitcoin mit einem Rückgang um 23,4 Prozent auf rund 87.600 US-Dollar. Der Anteil des Bitcoins am gesamten Kurswert ausgegebener Kryptowährungen, die sogenannte Bitcoin-Dominanz, blieb knapp unter 60 Prozent.
Rohstoffmärkte
Die Rohstoffmärkte standen im vierten Quartal unter dem Eindruck eines weiter beschleunigten Preisanstiegs bei Edelmetallen. Der Goldpreis stieg im vierten Quartal um 12,1 Prozent auf 4.320 US-Dollar pro Unze und Silber sogar um 52,8 Prozent auf 71,30 US-Dollar pro Unze. Auch der Kupferpreis erreichte in hohem Tempo neue Rekordhöhen. Der Kupferpreis am Terminmarkt lag am Jahresende mit rund 12.500 US-Dollar pro Tonne 21,4 Prozent höher als drei Monate zuvor. Beim Öl setzte sich dagegen der übergeordnete Abwärtstrend fort. Je nach Ölsorte sank der Preis für ein Barrel um knapp acht Prozent auf rund 60 US-Dollar. Den Anstieg des Bloomberg Commodity Index vermochte das allenfalls zu bremsen, aber nicht zu verhindern: Er kletterte im vierten Quartal um 4,8 Prozent.
3. Bericht der Fonds-Vermögensverwaltung zum 4. Quartal 2025
Beide Strategien haben das Jahr 2025 mit sehr erfreulichen Zuwächsen abgeschlossen. In der ausgewogenen Anlagestrategie erwirtschafteten wir eine Performance, nach Abzug der Kosten, in Höhe von 9,05 Prozent und in der offensiven Strategie in Höhe von 13,52 Prozent. Dabei hat das erste Quartal nur moderart begonnen. Und im Zuge der Verkündigung der Zolltarife durch US-Präsident Donald Trump hat auch das zweite Quartal mit einem großen Verlust gestartet. Ab Mai 2025 waren die Verluste wieder ausgeglichen und ab da ging es bis Jahresende fast nur noch positiv weiter. Geholfen hat hierbei auch unser Engagement im Bereich der Edelmetalle.
Im vierten Quartal haben wir uns von einem indischen Rentenfonds und einem währungsgesicherten Silber-ETC getrennt. Im Gegenzug haben wir auf der Aktienseite in einen breit diversifizierten Emerging Markets – und Asien Fonds investiert. Bei den alternativen Investments wurde neu einen Kupfer-ETC erworben, sowie wieder einen Silber-ETC mit einer speziellen Konstruktion gekauft. Dieser Silber-ETC ist nach einer Haltedauer von 1 Jahr zudem steuerfrei, da er die dafür notwendigen Merkmale wie z. B. physische Hinterlegung und Auslieferbarkeit gewährleistet.
4. Vermögensnachfolgeplanung
Reform der Erbschaftssteuer
Aktuell ist das Thema Erbschaftssteuer wieder in den Medien präsent. Ausgelöst von einer politisch geführten Debatte der SPD, das bisher begünstigte Betriebsvermögen, künftig bei der Erbschaftssteuer steuerlich stärker zu belegen. Bisher ist Betriebsvermögen von der Erbschaftssteuer ausgenommen, wenn der Betrieb 5 Jahre fortgeführt wird und die Lohnsumme unverändert bleibt oder wenn das Betriebsvermögen 7 Jahre fortgeführt wird und die Lohnsumme auf max. 85% fällt. Das ist für einige Politiker ein Dorn im Auge. Eigentlich hat die Union im Wahlkampf eine Erhöhung der Freibeträge versprochen. Die jetzt gültigen Freibeträge in Höhe von 500TEUR für Ehepartner und 400TEUR je Kind sind noch aus dem Jahr 2009. Im Zuge stark gestiegener Depot- und Immobilienwerte, kam es so über die Jahre zu einer schleichenden Erhöhung der Erbschaftssteuer.
Ob eine Reform kommt und falls ja wie diese ausfällt, ist aus heutiger Sicht noch nicht abzusehen. Erfahrungsgemäß wird es selten besser für den Steuerzahler und angesichts der hohen Staatsverschuldung ist das diesmal auch zu befürchten.
Des Weiteren gibt es Überlegungen das bisherige Freibetragssystem ganz abzuschaffen und einen Lebensfreibetrag einzuführen. Dann könnte jeder Bürger einmal im Leben zum Beispiel 1 Million Euro steuerfrei erben und danach würde eine Steuerpflicht entstehen. Das kann für einige Konstellationen interessant werden, für andere aber auch sehr nachteilig. Insbesondere von Nachteil für die Fälle, die im 10-Jahres-Rhytmus von den immer wieder neu auflebenden Freibeträgen profitieren möchten und durch lebzeitige Zuwendung auf diesem Weg große Vermögen übertragen.
Es ist also unabdingbar sich jetzt schon über seinen Nachlass Gedanken zu machen und frühzeitig zu planen. Wir erarbeiten mit Ihnen, die für Ihre Familienverhältnisse bestmöglichste Lösung. Diese muss nicht immer das Sparen der Erbschaftssteuer sein, aber wir können dieses Thema berücksichtigen. Auch können wir Gestaltungen vornehmen, die auch nach möglichen Reformen Bestand haben, so dass Sie etwaige politische Entscheidungen nicht erst abwarten müssen.
Haben Sie Fragen?
Dann unterstützt Sie unser Vermögensnachfolgexperte, Mathias Dopfer, CFEP®.
Er analysiert mit Ihnen Ihre familiäre und finanzielle Struktur und bindet je nach Notwendigkeit Steuerberater, Fachanwälte oder Notar mit ein. Mathias Dopfer (CFEP®) ist zertifizierter Erbschafts- und Stiftungsplaner. Beim FBSP Deutschland wird seine Zertifizierung alle 2 Jahre überprüft. So wird eine qualitativ hohe Beratungsleistung sichergestellt. Herrn Dopfer können Sie über Ihren Berater für eine Expertenberatung zur Vermögensnachfolge anfordern.
5. Pressenews / Mediathek
Immer wieder sind wir gefragte Experten der regionalen und überregionalen Presse. Die entsprechenden Artikel finden Sie unter Wir in der Presse.
Auf unserer Homepage unter Videos finden Sie unsere Mediathek mit Videos zu Wirtschafts- und Börsenthemen.
6. Personal
Aktuell suchen wir zur Verstärkung unseres Teams eine(n) Vermögensverwalter*in (m/w/d).
Die AnCeKa AG bietet eine Ausbildungsstelle zum Bankkaufmann/-frau (m/w/d), mit Schwerpunkt Vermögensanlage, zum 1.9.2026 an.
7. Nachhaltigkeit vor Ort
Wir sind Mitglied im Bündnis Klimaneutrales Allgäu.
Im zurückliegenden Quartal haben wir unsere Klimabilanz für das Jahr 2024 erhalten. Insgesamt hat die AnCeKa AG im Bilanzjahr 70 Tonnen Treibhausgas-Emissionen verursacht. Dies entspricht einer Reduzierung von 8% gemessen am Basisjahr 2023 unter Berücksichtigung unserer gesteigerten Bilanzsumme. Insgesamt haben wir im Berichtsjahr 6.200 Euro in interne Klimaschutzmaßnahmen investiert. Unser Energieverbrauch wird bereits zu 10% über erneuerbare Energien gedeckt.
8. Zitat
…diesmal speziell für Ihre Kinder und Enkel:
„Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen.“
– Benjamin Franklin –
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Unsere Nachrichten sollen Sie über die Marktentwicklung, die strategische Ausrichtung sowie aktuelle Sonderthemen informieren. Mehr von der AnCeKa AG finden Sie immer auf unserer Homepage.
Wir hoffen Sie sind gut in das neue Jahr gestartet und wünschen Ihnen noch eine schöne Winterzeit. Gerade bei uns im Allgäu haben wir im Moment wirklich schöne Wintertage mit herrlichen Sonnenstrahlen, Raureif an den Bäumen und in höheren Lagen mit Schnee.
Viele Grüße aus dem Allgäu.
Ihre
AnCeKa Vermögensbetreuungs AG
AnCeKa Vermögensbetreuungs AG
Schraderstraße 4
87600 Kaufbeuren
Tel 08341 96673-0
Fax 08341 96673-20
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AnCeKa Vermögensbetreuungs AG
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Wir sind zwar nicht 24/7 erreichbar, dafür aber persönlich von Mo-Fr, von 09:00 bis 17:00 Uhr
Disclaimer:
Alle Angaben wurden nach besten Wissen und Gewissen zusammengestellt, jedoch kann keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben übernommen werden. Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung der Verfasser zum Zeitpunkt der Erstellung. Die vorgenommenen Angaben dienen zur Information, sind aber kein Angebot zum Kauf oder Verkauf von bestimmten Finanzinstrumenten, deshalb ersetzen sie nicht eine individuelle anlegergerechte Beratung.